Torpedo Eisen – Lok Libuda (2:4)

In dem angesetzten Freundschaftsspiel auf dem Salzburger Weg konnten beide Mannschaften nicht in Bestbesetzung antreten. Beide etatmäßigen Torhüter fielen u.a. aus, zudem musste TE auf einige Stammspieler verzichten. TE bedankt sich hiermit nochmals bei Keeper Heinz für das spontane Aushelfen!

In der ersten halben Stunde stand die Partie auf ganz schwachem Niveau. Weder der einen noch der anderen Mannschaft gelang ein vernünftiger Spielzug über mehr als drei Stationen. Die Abwehrreihen wurden nicht ernsthaft in Verlegenheit gebracht. Es soll jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass der starke Westwind seinen Teil dazu beitrug, dass kein gepflegtes Spiel zustande kam. Bezeichnenderweise war der Mann mit den meisten Ballkontakten im ersten Durchgang Sebi mit geschätzten 136 Einwürfen von der Seitenlinie! Der kleine aber feine Unterschied zwischen TE und dem amtierenden BuLi-Meister offenbarte sich Mitte der ersten Halbzeit. Nachdem es Karl versäumte aus einer 100%-igen Torchance die Führung für TE zu erzielen, vollstreckte Libudas Klaus, der seit Jahren regelmäßig gegen TE trifft, nach einem zögerlichen Abwehrverhalten im Strafraum, eiskalt aus 8 m zum 0:1.

Erst nach dem Rückstand spielte TE besser nach vorne und kam zu zwei Chancen durch den noch besten TE-Spieler Matthias und einen kümmerlichen Kopfball von Philip aus 10m.

Im zweiten Abschnitt stellte TE dann um und spielte konsequenter nach vorne. Nach einem schnell gespielten Pass in die Tiefe von Charif hätte Matthias die Führung erzielen können, doch sein Schuss mit der Picke ging knapp am Tor vorbei. Im Gegenzug hatte TE Glück als nach einer Ecke Libudas Kapitän Jürgen per Kopf nur den Pfosten traf. In der 55. Minuten dann der bis dato verdiente Ausgleich. David und Thomas konnten sich geschickt an der Eckfahne durchsetzen und in den Strafraum flanken, wo Sega mit Übersicht auf Matthias ablegte, der keine Mühe hatte, den Ball aus 9m in den Winkel zu schlenzen. Die Führung wehrte aber nicht lange. Nachdem sich ein Libuda Spieler energisch an der Außenlinie gegen zwei Torpedos durchsetzen konnte, war es wieder Libudas Klaus, der aus 12m halblinke Position den Ball in die lange

Ecke jagte. TE bewies zumindest Moral. Nachdem sich Sebi vorbildlich gegen seinen Gegenspieler durchsetzen konnte, spielte er steil auf Matthias. Dieser tunnelte Libudas Libero Jürgen und paßte genau auf dem vor dem Tor lauernden Karl, der den Ball gegen die Laufrichtung des Torhüters über die Linie drückte.

Nachdem TE wiederholt einen Rückstand egalisieren konnte, unterlief TE vielleicht ein entscheidender, taktischer Fehler. Philip, der im Angriff völlig in der Luft hing, hätte sich besser wieder nach hinten in die Viererkette anreihen sollen. Stattdessen fehlte es hinten an einem kontrollierten Spielaufbau und in der Folgezeit wurde die Abwehr immer löchriger und die Fehlpässe im Spiel nach vorne nahmen zu. Nachdem Libuda mehrere Konterchancen nicht nutzen konnte oder an Aushilfskeeper Heinz scheiterten, war es dann in der 75. Min. um TE geschehen. Nach einer Ecke auf den kurzen Pfosten konnte einer der langen Spieler von Lok zum 2:3 einköpfen. Hier wurde gerade bei hohen Bällen Abwehrrecke Stefan schmerzlich vermisst.

Das 2:3 war gleichzeitig die Vorentscheidung. Zwar hatte Philip noch einmal die Chance zum Ausgleich nach Zuckerpass von Charif über die Abwehr, doch er vertändelte aus 8m vor dem Tor. Nach einem Konter machte Libuda dann den Sack zu.

Insgesamt aufgrund des Chancenplus in der zweiten Halbzeit auch in der Höhe eine verdiente Niederlage für TE. Mit der stets fairen Partie hatte der umsichtige Schiri D. Winzen nie ein Problem. Ein positives Fazit fällt etwas schwer in Hinblick auf die nächsten Spiele. Es scheint, als könne der Ausfall von wichtigen Stammspielern gegen einen Gegner diesen Formats nicht so ohne weiteres kompensiert werden. Die nächsten Gegner haben mindestens das gleiche Niveau wie Lok Libuda an diesem Tage, wobei angemerkt sein, dass – bei allem Respekt für den Gegner – Libuda heute wahrlich kein Feuerwerk abbrannte. Was bleibt ist die nicht ganz neue Erkenntnis, dass TE gegen „hochkarätige Gegner“ nur gewinnen kann, wenn alle Spieler 100% ihrer Leistung abrufen. Leider war dies bei dem ein oder anderen heute nicht der Fall. Im Hinblick auf die noch kommenden „schweren Brocken“ in der BuLi fällt der Glaube, dass sich TE doch noch fürs Viertelfinale qualifiziert, zwar derzeit etwas schwer, aber bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt! Zudem ist TE immer dann am stärksten gewesen, wenn die Situation fast aussichtslos schien. Von daher wäre es falsch, wegen eines verlorenen Spiels schon zu resignieren, sondern es muss mit gesundem Selbstbewusstsein in die nächsten Spiele gegangen und aus den (auch taktischen) Fehlern gelernt werden. Noch hat TE alles selber in der Hand – packt es an!