Torpedo Eisen – Otze Mach et (2:1)

Im letzten Testspiel vor Beginn der Rückrunde und TE`s angepeilter Aufholjagd stellte man sich in Vorbereitung auf den ersten Rückrundengegner einem eher defensiv ausgerichteten Gegner: Otze Mach Et. In der BuLi hatte es beim letzten Aufeinandertreffen „nur“ zu einem 1:1 gereicht; zwei im Vorfeld einkalkulierte Punkte, die TE beim Blick auf die aktuelle Tabelle schmerzlich fehlen.

Dem wahren Testspiel-Gedanken wurde allerdings schon früh ein Strich durch die Rechnung des Trainers gemacht, da Otze nur mit 9 Mann antreten konnte und beide Stammkeeper von TE ausfielen. Es galt aus der Not eine Tugend zu machen: die Torpedos Tim und Chris erklärten sich spontan bereit bei Otze auszuhelfen; Tommi ging die 1. Halbzeit ins Tor von TE. Das Spiel begann wie erwartet. Otze baute 20m vor dem eigenen Tor seine bewährte Wagenburg auf und TE versuchte diese zu knacken. Dies gelang in der ersten Halbzeit allerdings nur selten. Die beste Chance hatte Matthias nach einer schönen Kombination über David und Philip, doch sein Schuss ging seitlich am Tor vorbei. Danach konnte Matthias noch zweimal gefährlich im Strafraum auflegen, doch aufgrund des schlechten Platzzustandes konnten seine Anspiele von den Mitspielern nicht verwertet werden. Otzes beste Chance hatte ausgerechnet TE-Spieler Tim mit einem schniken Seitfallzieher, doch dieser konnte von dem auffallend souveränen Aushilfstorwart Tommi scheinbar mühelos pariert werden. Zur Halbzeit stand die Null hüben wie drüben und die Erkenntnis, dass TE ganz ansehnlich Fußball spielte, doch den letzten Pass und die nötige Konsequenz vor dem Otze-Tor vermissen ließ.

Im zweiten Durchgang begann TE zielstrebiger und konnte eine Vielzahl von Ecken herausspielen. Die beiden besten daraus resultierenden Chancen vergab Stefan per Flachschuss und Kopfball. Die sichere Abwehrreihe um Marc, Stefan, Kai und Philip geriet im zweiten Durchgang immer weniger unter Druck. Dennoch gelang Otze – wie so oft in Spielen gegen TE – aus dem Nichts die Führung. Nach einem langen Ball über die rechte Seit kommend, konnte ein Mittelfeldspieler von Otze aus 12m frei vor dem Tor ungehindert abziehen. Der zweite Aushilfstorwart an diesem Tage, Karl, kam an den Ball zwar noch ran, konnte das Tor aber nicht mehr verhindern. TE erhöhte danach die Schlagzahl und kam schließlich zum verdienten Ausgleich: Nach einer Ecke erkämpfte sich Sini den Ball und flankte genau auf David, der mit dem Kopf überlegt auf Matthias ablegte und der aus 8m den Ball unbedrängt in die Ecke schießen konnte. Kurz nach dem Ausgleich hätte Matthias die Führung erzielen können, aber sein Schuss mit der „Picke“ aus 8m ging knapp über das Tor. Dennoch konnte Matthias einen zweiten Treffer erzielen: Charif passte in der 78. Min. auf Matthias, der am 16er stehend mit dem Rücken zum Tor auf Karl ablegte. Sein Schuss konnte zwar zunächst vom Torwart gehalten werden, aber im Nachschuss setzte sich Matthias entschlossen durch und erzielte das 2:1. Otze monierte zwar zaghaft Abseits, aber der Schiri – ein eigener Spieler von Otze – gab den Treffer.

Otze gab nicht auf und versuchte zurück ins Spiel zu kommen, was aber dadurch erschwert, dass die in der 1. Halbzeit belebende Kraft in Otzes Offensivspiel, Tim, in der zweiten Halbzeit von Sini abgemeldet wurde. Gefährlich wurde es allerdings noch einmal bei einem Freistoß von Otze an der Strafraumgrenze, den der aufmerksame Charif aber vor der Torlinie klären konnte. Ansonsten konnte auch der dritte Aushilfstorwart von TE an diesem Tage, Boris, sein unentdecktes Torwarttalent beweisen und zweimal sicher klären. Die letzte Torchance des Spiels besaß der vielleicht beste Torpedo an diesem Tage Matthias; doch einen dritten Treffer, so schien es, wollte er seinen Ex-Kollegen nicht an tun. Schließlich blieb es bei einem verdienten, aber doch mühsam erspielten Sieg für TE. Wieder einmal war Otze taktisch gut

aufgestellt und der erwartet schwer zu knackende Gegner.

Am nächsten Samstag wird TE auf einen nicht weniger starken Gegner (Fußballwunder Weißer Holunder) stoßen und dann muss TE beweisen, dass es sich bei dem Kampf um einen der vier begehrten Play-Off-Plätze noch nicht aufgegeben hat: ein Sieg muss her, will TE seine (letzte) Chance für’s Viertelfinale wahren!